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Ich fühlte mich als Abenteurer

Auch wenn die Zivilisation nur eine halbe Stunde entfernt war, war's für mich eine kleine Grenzerfahrung:

Bei Minus 15° mitten in einer winterlich lebensfeindlichen Berglandschaft zu sein und uns ein Haus bauen zu müssen. Das Sägen der Blöcke und das Bauen waren körperlich so anstrengend und die drängende Zeit so unerbittlich, dass ich das nahe Hotel schnell vergass und mich "mitten in der Wildnis fühlte".

Ich kann nicht leugnen, dass ich mich ein wenig als Abenteurer im Kampf gegen die Kälte fühlte. Dennoch vermittelte uns unser erfahrener Leiter, der uns umhegte und umsorgte, jederzeit Sicherheit und motivierte uns bei bester Stimmung zu Höchstleistungen im Iglubau.

Bis zur Vollendung der beiden Iglus waren alle mit vollen Kräften und Eifer dabei und danach entsprechend erschöpft, aber zufrieden. Die einfache Abendmahlzeit bei erstaunlichen 7° wurde nach den Strapazen zum Festessen.

Vor dem Schlafengehen wurde ich aber nochmal auf die Probe gestellt:
bei eisig pfeiffendem Wind keilen gehen. Keilen? Na ja, in der Wildnis draussen gibts ja schliesslich kein Klopapier - also schneidet man sich mit der Schneesäge einen entsprechend anatomisch angepassten Körperpflege-Keil aus der Wächte. Danach wird auch der kühlste Schlafsack zur warmen Stube.

Ein sonniger Morgen belohnte uns für die durchgestandene Nacht, die trotz allen Wollpullovern kühl ausgefallen war. Omeletten zum Frühstück rundeten das Iglu-Erlebnis ab - von SNOWSAW.CH liebevoll zubereitet.

Das Iglu, kurz vor der Vollendung.

Die Wanderung zum Iglubauplatz.


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