Die Nahrungsmittel so mit ins Iglu zu nehmen, wie man sie kauft, lohnt sich nicht.
Aus zwei Gründen:
Man schleppt Unmengen an Abfall mit. Diesen muss man wieder herunter tragen. Und andauernd muss man acht geben, dass man eines der blöden Papierli nicht fort bläst.
Zum zweiten eignet sich die original-Verpackung selten. Oft kann man eine Packung nicht mehr richtig schliessen, nachdem man sie aufgerissen hat.
Wenn man bei -22 Celsius kochen muss, dann sind die Finger in den Handschuhen oder ziemlich taub. Und mit tauben Fingern (oder mit Handschuhen) ist "Auspacken" plötzlich sehr Zeit- und Nervenaufreibend.
Dann plötzlich reisst die Packung in einem Zuge auf. Ratsch und ein Kilo Hörnli liegt im Neuschnee. 30 Sekunden später (Schneeböe) sieht man keine Hörnli mehr.
Was jetzt? Keine richtige Mahlzeit kann fatale Folgen haben. Eine halbstündige Hörnli-Suchaktion bei diesen Minustemperaturen auch.
Natürlich ist das hier eine Extremsituation. Aber wer hochalpin unterwegs ist, muss solche Situationen einkalkulieren. Und dazu gehört die richtige Verpackung der Nahrungsmittel:
Richtige Verpackung
Die Nahrungsmittel werden ausgepackt, wenn nötig verkleinert (Käse, Schokolade, Fleisch...) und dann in "Chräschelsäckli" gefüllt. Verschlossen mit einem lockeren Knoten. (Man muss noch den Finger durch den Knoten stecken können.)
Welches Säckli?
Es eignen sich nicht alle Plastiksäcke. Säcke mit Zip-Verschluss eigenen sich nicht. Diese haben eine Schweissnaht. Bei Minustemperaturen bricht diese bald.
Tipp
Am effizientesten lässt man den Abfall gleich im Supermarkt. Auf den Einpack-Tischen kann man sich wunderbar vom Verpackungswahnsinn befreien.



Kaufe ich für ein Igluabenteuer ein, lasse ich den Abfall gleich im Supermarkt. Alle Produkte packe ich in Plastiksäckchen um. An den Verpackungstischen geht das sehr einfach und der Abfallkübel steht auch gleich daneben.
Es ist eindrücklich, wie viel Abfall man für ein, zwei Tage Lebensmittel mit einkauft. Normalerweise fällt einem das gar nicht so auf.




